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21. März 2009

Die Last der Freude

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Wenn er sich selbst bemitleiden und im Bett zusammen kauern kann , dann weiß er wenigsten ganz genau, woran er ist. Nur er hat dann seinen Zustand in der Hand.

Denn er weiß: er kann so lange unglücklich sein, wie er nur will.

26. Februar 2009

Warum ich keinen Sex habe(n will)

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Die NEON schafft es ja immer wieder, mich mit ihren Themen zu ködern. So, als wüsste sie ganz genau, was gerade in mir vorgeht. In einem schwachen Moment der Selbstzweifel bzw. während der Selbstreflexion zwecks Selbststudium, fing mich ihr knalliges rotes Cover (das Mädel, "das irgendwas tut" war es wohl kaum). SEX? stand da groß am Ende irgendeines Satzes. Geschockt hatte mich folgender Untertitel: "Warum sich so viele Menschen mit einem langweiligen Liebesleben abfinden"



Ich habe das Heft dann wieder zurück ins Regal gelegt. Denn hätte ich es gekauft, hätte irgendeiner der NEON-Redakteure (mal wieder) haarklein über sein langweiliges Liebesleben gejammert, und die Frage dann doch unbeantwortet gelassen.

Warum ich ein "langweiliges Liebesleben" habe? Tja, das weiß die Neon ganz bestimmt. NICHT!

19. Februar 2009

"Ich suche nicht"

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"Ich suche nicht", hört man von allen.
"Ich werde gefunden", fügen sie hinzu.

Diese Sätze waren lange auch meine eigenen.
Praktisch klangen sie, so würde ich mir keine Arbeit machen müssen und am Ende doch das bekommen, was ich mir wünschte!.
Das Problem war nur: Niemand hat nach mir gesucht. Und wer nicht sucht, der findet auch nichts. In diesem Fall also mich. Nicht.

Mit der Zeit realisierte ich, dass dieser tolle Gedanke des Nicht-Suchens so nicht funktionieren kann. Wer es nicht glauben will, der klicke doch mal hier und wartet, bis er gefunden wird.

Machen wir es doch lieber wie Picasso und sagen ab sofort:
"Ich suche nicht.
Ich finde!"

18. Februar 2009

Rahmenbedingung

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Ich verliebe mich ja bekanntlich nicht so leicht
- ich brauche da schon die Gewissheit, dass es mit uns auch garantiert nichts werden kann!

7. November 2008

Probieren über Studieren?

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Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Freund.
Wir erzählten uns gegenseitig von unserem Liebesleben. Er schien die Jungs wie Unterwäsche zu wechseln, probierte alle einmal an, zog alle einmal aus. Ob Sex oder Beziehung, nichts war von Dauer.
Dann sollte ich von mir erzählen. Doch da gab es nichts. Keinen Sex - und schon gar keine Beziehung.
"Warum?", wollte er wissen.
"Ach weißt du", ich nachdenklich, "irgendwie finde ich nicht den Richtigen."
Da verstand er und sagte: "Ach... Ich auch nicht."

20. April 2008

Hoffnung

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Seht sie euch an, die zwei. Glücklich lecken sie sich gegenseitig den Hals, versenken ihre Zungen im Mund des anderen. Turteln wie Tauben, lecken wie Katzen, schlecken wie Hunde - und ganz bestimmt rammeln sie auch wie die Karnickel.

Seit Jahre, so scheint es, seid ihr schon zusammen. Unzertrennbar, ihr gehört einfach zueinander. Trifft man den einen, ist der andere nicht weit. Nicht nur in euren Köpfen hat sich schon dieses Band gebildet, das aus zwei Einzelnen eine Einheit geschnürt hat.

Dabei kenne ich den anderen gar nicht. Ich weiß nicht mal, wie er heißt. Vermutlich nennst du ihn Schatz. Was er macht, also beruflich, ist mir egal. Was er macht, im Bett, interessiert mich schon eher.

Ist er gut? Hat er es drauf? Ist er gar besser als ich? Mindestens gleich gut muss er sein, es hat dir ja damals schon sehr gut gefallen, mit mir. Charakterlich? Ausgeschlossen, niemals.

Bleibt also das Aussehen, der Schwanz. Baust du darauf eure Beziehung auf? Intellektuell ist er dir doch unterlegen, das verrät schon sein dümmlicher Blick auf diesem Foto da. Ihr wart zusammen auf einer der vielen Partys, und er, er knabbert dir lüstern am Ohr. Eklig.

Jedes Mal, wenn ich dein Profil anschaue, interessiert mich nur eins: der Beziehungsstatus. Im Gegensatz zu den Fotos jedoch bleibt er beharrlich auf "vergeben".

Insgeheim hoffe ich, dass ihr euch endlich getrennt habt. Du verdienst es nicht glücklich zu sein. Denn warum sollte es dir besser gehen als mir?